Robert Jasper

Robert Jasper...

…gehört zu den führenden Extrembergsteigern weltweit. Im extremen Alpin-Bereich und im Eis und Mixedgelände setzt er neue, internationale Maßstäbe.

Robert Jasper wuchs im Schwarzwald auf. Schon früh begann er im heimischen Schlüchttal sowie im nahegelegenen Basler Jura, (Schweiz), zu klettern. Heute führen ihn seine Expeditionen in die entlegensten Gebirge der Welt, ins Everestgebiet im Himalaya und nach Patagonien.

Uns ist es ein besonderes Anliegen, die Region zu unterstützen. In der Wirtschaft und auch im Sport. Risiko, Planung, Entscheidung, Erfolge, Rückzug, Motivation… viele Parameter sind in beiden Welten zu finden.

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Die Personalberatung für
Führungskräfte und Professionals  

Wie wäre es mit einem „Flow“-Button am Arbeitsplatz?

Mal ehrlich, wir alle kennen das, unser Job kann uns ganz schön stressen. Auch wenn wir ihn eigentlich gerne und erfolgreich ausüben, fehlt an manchen Tagen schon mal irgendwie das gewisse Etwas. Gerade, wenn wir uns dauerhaft überfordert fühlen durch zu hohes Arbeitstempo oder zu viel Arbeitsaufkommen, kann uns der Job schnell an die Substanz gehen.

Von Christina Goller

Wäre es da nicht genial, wir könnten den Stress einfach mal „ausknipsen“? Sich einfach mal aus dem ganzen „Trubel“ rausziehen und sich so in seine Aufgabe hinein vertiefen, dass wir das Gefühl für Raum und Zeit verlieren? Einfach in einen Flow-Zustand kommen? Flow ist laut Definition von Mihály Csíkszentmihályi (Schöpfer der Flow-Theorie) die zentrale Quelle von Freude und Glück. Logisch, dass wir das nicht nur da brauchen, wo wir uns in unserer Freizeit ober bei unserem Hobby befinden, sondern ganz entscheidend da, wo wir den Großteil unserer Zeit verbringen, nämlich am Arbeitsplatz. Genau dort erleben wir tatsächlich unsere meisten  Flow-Momente. Deutlich mehr als in unserer Freizeit. Die Zeit vergeht dann wie im Flug, wir sind hoch konzentriert und werden doch nicht müde und fühlen uns im Gleichgewicht. Wir erleben sozusagen „positiven Stress“, immer dann, wenn uns eine Aufgabe um ihrer selbst willen völlig gefangen nimmt und wir in der Beschäftigung aufgehen. Die Konsequenzen wie Erfolg oder Misserfolg beeinflussen in diesem  Moment unsere Motivation nicht.

Können wir so etwas bei unserer Arbeit selbst beeinflussen oder fördern? Oder können Führungskräfte ihren Mitarbeitern helfen, solche „Glücksmomente“ zu erleben?

Flow am Arbeitsplatz ist natürlich kein Selbstläufer, Glücksgefühle widerfahren uns nicht einfach so, sie entstehen vielmehr aus unseren Handlungen und den Emotionen, die diese begleiten. Logisch, je mehr wir in unserer Aufgabe „aufgehen“ desto besser oder individueller sind unsere Ergebnisse und desto besser fühlen wir uns auch. Wenn wir unser Bestes tun, geht es uns auch gut. Um den Flow bei der Arbeit entwickeln zu können, sind gewisse Rahmenbedingungen wichtig, wie klar definierte Ziele. Wenn wir arbeiten, ohne dass es ein Ende oder klar definiertes Ergebnis gibt, kann Flow kaum entstehen. Wir brauchen auch Aufgaben, die uns fordern, aber gleichzeitig nicht überfordern. Entscheidend ist hier die richtige Balance. Wir brauchen anspruchsvolle Aufgaben, an denen wir wachsen können, müssen aber auch die Chance haben, diese erfolgreich zu meistern. Fühlen wir uns inhaltlich oder durch die Arbeitsmenge komplett überfordert, dann ist das natürlich kontraproduktiv. Genauso verhelfen uns andauernde Routine, Stagnation und Langweile nicht zum Flow. Mitarbeiter sollten also gerade bei Projekten, die sie freiwillig annehmen, darauf achten, dass die Balance zwischen der neuen Herausforderung und ihren Fähigkeiten stimmt. Wenn wir uns überfordern, sind Stress und Frust vorprogrammiert. Wenn uns eine neue Aufgabe hingegen zu wenig abverlangt, tritt sehr schnell Langeweile ein.

Weiterhin ist wichtig, dass wir bei der Verfolgung unserer Ziele mal andere, vielleicht auch kreative Wege gehen dürfen und eine gewisse Freiheit haben. Nicht jeder Schritt sollte fremdbestimmt sein. Denn jeder Mensch agiert ein bisschen anders und sollte seine eigene richtige Arbeitsweise finden dürfen. Natürlich sollte unsere Arbeitsumgebung auch mal eine längere und ungestörte Konzentration ermöglichen. Unsere Arbeit bringt uns nur dann in den Flow-Zustand, wenn wir wirklich in einem Moment sind und uns mit voller Konzentration dem Lösen einer Aufgabe widmen können. Dann vergessen wir die Zeit. Andauernd klingelnde Telefone, minütliche Emails oder laute Kollegen sind in diesen Momenten natürlich eher kontraproduktiv.

Vielleicht sollten wir einfach unseren Arbeitsalltag bewusster gestalten und zwar so, dass wir noch mehr Raum für die positiven Momente haben. Vielleicht sind ja nur minimale Veränderungen nötig, um noch öfter als bislang in einen zufriedenen Flow-Zustand zu kommen, der uns einen regelrechten Energieschub gibt.


Quellen:
Schallberger, U. & Pfister, R. (2001). Flow-Erleben in Arbeit und Freizeit. Zeitschrift für Arbeits- u. Organisationspsychologie, 45, S. 176-187.
Csíkszentmihályi, Mihály (1998): Flow. Das Geheimnis des Glücks. Klett-Cotta.

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Über den Autor

Christina Goller

Christina Goller ist Beraterin bei Dr. Weick Exekutive Search GmbH und setzt sich gerne mit aktuellen Themen rund um HR, Recruiting & Karriereplanung auseinander.