Robert Jasper

Robert Jasper...

…gehört zu den führenden Extrembergsteigern weltweit. Im extremen Alpin-Bereich und im Eis und Mixedgelände setzt er neue, internationale Maßstäbe.

Robert Jasper wuchs im Schwarzwald auf. Schon früh begann er im heimischen Schlüchttal sowie im nahegelegenen Basler Jura, (Schweiz), zu klettern. Heute führen ihn seine Expeditionen in die entlegensten Gebirge der Welt, ins Everestgebiet im Himalaya und nach Patagonien.

Uns ist es ein besonderes Anliegen, die Region zu unterstützen. In der Wirtschaft und auch im Sport. Risiko, Planung, Entscheidung, Erfolge, Rückzug, Motivation… viele Parameter sind in beiden Welten zu finden.

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Volles Rohr in die Balance - Megatrends 2018

Die Zeiten, in denen es ein klares Weltbild gab und wenige Menschen, die es definierten, sind längst vorbei. Heute gibt es unendlich viele Weltbilder, jeder hat so seines und das ist heterogen. Das ist auch gut so und steht einem gestandenen Individuum auch gut zu Gesicht. Aus anderer Flughöhe betrachtet, ergibt sich aber ein anderes Bild und klare Megatrends.

Von Dr. Clemens Weick

Megatrends 2018

Die Menschen werden vernetzter, ökologisch bewusster, gesünder, mobiler, sicherheitsbewusster. Und ich nehme wahr, auch zerrissener. Einige realisieren das, im Extremfall leiden sie sogar darunter, manche zerreißen im Verborgenen, quasi latent, manche finden multi-trendig cool. Beispiele findet jeder, der mit offenen Augen durch die Welt zieht. 

Konnektivität prägt unser Leben, mein Ich ist von Algorithmen geprägt und verfolgt. Wenn junge Menschen heute kochen ist es wichtig, dass das Essen schmeckt, aber noch wichtiger die Anzahl der Likes im Web. Bin ich in der Phase vor dem Candle Light Dinner, sagt mir mein iPhone beim Betreten der Kneipe, bei welchem Typ die Trefferwahrscheinlichkeit hoch ist. Die gleichen Menschen „cocoonen“ sich aber ein, errichten Garten- und Sichtzäune um ihre Grundstücke und finden es toll, ganz allein durch Australien zu trampen.

Die Menschen sind uneingeschränkt mobil – meint man. Schüler haben häufig schon alle Kontinente gesehen, ihre Väter und Mütter fliegen für eine 2-Stundenbesprechung nach China, in der Freizeit wird jede Minute genutzt, weg zu sein. Zum Shoppen in London oder New York oder zum Wellnessen in den Alpen. Ein Umzug von 150 km für einen neuen Job – so nehmen wir dies häufig wahr – ist für zunehmend mehr Menschen undenkbar. Hier ist man zu sehr gebunden durch Familie, Freunde oder gar den Biobauern oder Winzer seines Vertrauens.

Seit Jahren ist eine Welle der Ökologie, quasi eine Neo-Ökologisierung zu spüren. Jeder ist am Müll trennen, schimpft über den Diesel, für den S-Klassefahrer ist die Solaranlage auf dem Dach eine Selbstverständlichkeit, mit der er mittlerweile sogar sein neues Hybridfahrzeug vollgetankt 50 km weit bewegen kann. Wenige Stuttgarter Ureinwohner oder Durchreisende spüren den Spagat wirklich, wenn sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch eine feinverstaubte Stadt zum Flughafen fahren, um in ein Flugzeug zu steigen, das auf dem Weg in ihren Traumurlaub auf den ersten 5 Kilometern 1000 Liter Sprit rausbläst. Man ist eher stolz auf das gesponserte Billigticket und den Frühbucherrabatt.  

Gesundheit ist ebenso ein Megatrend, der spaltet. Einerseits regelmäßige Fitness Checkups, Personaltrainer, linksdrehende Aminosäuren, Harmonie-Tee und Yoga, andererseits Currywurst to go, Fastfood, Kunstvitamine und Burnout.

Auch Sicherheit wird zunehmend zum spaltenden Megatrend: Häuslebesitzer verriegeln ihre Fenster gegen Einbrecher, Politiker ziehen den Atomjoker, Autobauer tüfteln an intelligenter Unfallverhütungs-Elektronik, ein paar Häuserblocks weiter tüfteln Terroristen an Plänen, wie sie den nächsten Weihnachtsmarkt oder ICE in die Luft sprengen könnten, der gemeine Bürger freut sich parallel schon auf das nächste Champions League Spiel im vollbesetzten Stadion. Spaß trifft auf Risikodichte.  

Spagate – im Kopf – wohin das Auge reicht. Wie bei sportlichen Spagaten können auch diese im richtigen Leben grazil, elegant, anstrengend oder schmerzhaft sein – je nach Perspektive. Schön ist es auf jeden Fall, dass die Welt in Bewegung bleibt, an Dynamik zunimmt und auch die Chancendichte höher wird. Perfekt, die eigene Position zu definieren, sein eigenes Weltbild zu malen, seine persönliche Balance zu definieren. 365 Tage im Jahr.

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Über den Autor

Dr. Clemens Weick

Dr. Clemens Weick ist Geschäftsführer und Gründer der Dr. Weick Executive Search GmbH. Sein umfassendes Know-how resultiert aus über 20 Jahren Erfahrung in der Personalberatung.