Robert Jasper

Robert Jasper...

…gehört zu den führenden Extrembergsteigern weltweit. Im extremen Alpin-Bereich und im Eis und Mixedgelände setzt er neue, internationale Maßstäbe.

Robert Jasper wuchs im Schwarzwald auf. Schon früh begann er im heimischen Schlüchttal sowie im nahegelegenen Basler Jura, (Schweiz), zu klettern. Heute führen ihn seine Expeditionen in die entlegensten Gebirge der Welt, ins Everestgebiet im Himalaya und nach Patagonien.

Uns ist es ein besonderes Anliegen, die Region zu unterstützen. In der Wirtschaft und auch im Sport. Risiko, Planung, Entscheidung, Erfolge, Rückzug, Motivation… viele Parameter sind in beiden Welten zu finden.

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Mehr Gehalt durch Jobwechsel? Wahrheit oder Mythos?

Das Wort Gehaltserhöhung dürfte vielen jetzt im Januar noch im Kopf herum spuken, denn gerade zum Jahresende hin finden in Unternehmen ja üblicherweise Mitarbeiter- bzw. Jahresgespräche statt. Die weitere Karriereentwicklung und das Potenzial eines Mitarbeiters sind natürlich immer ein Thema und in diesem Zusammenhang kommt auch das Gehalt zur Sprache.

Von Christina Goller

Bin ich zufrieden? Fühle ich mich auch meiner Leistung angemessen bezahlt? Ist noch eine Steigerung drin, wenn ich mehr Verantwortung übernehme? Kann ich mein Wunschgehalt erreichen oder ist es im Unternehmensgefüge unerreichbar weit weg?

Oft sind mangelnde Entwicklungsperspektiven oder „Sackgassen“ beim Thema Gehalt einer der Gründe, warum Mitarbeiter sich nach einigen Jahren schließlich doch mit einem Arbeitgeberwechsel beschäftigen, denn der sollte einen signifikanten Gehaltssprung ermöglichen. So heißt es zumindest und tatsächlich stellt ein Jobwechsel oft wirklich eine Gehaltsverbesserung dar und beschleunigt, wenn er sinnvoll und natürlich nicht zu oft erfolgt, im Idealfall auch den allgemeinen Karriereverlauf. Lässt sich das aber auch wirklich pauschal so sagen?

Und was ist beim Thema Gehalt denn konkret drin?

In der Tat ist der Mehrverdienst (durchschnittlich spricht man ja von etwa 5%) zweifelsfrei ein interessanter Gesichtspunkt bei einem Jobwechsel, aber es lässt sich schwer sagen, welche Gehaltssteigerung tatsächlich zu erwarten ist, denn die Spanne ist riesig und hängt von den verschiedensten Faktoren ab: Alter, Berufserfahrung, Grad der Verantwortung, Branche usw. Am stärksten wirkt sich aus, in welcher Hierarchieebene man tätig ist und wo sich das aktuelle Gehalt schon heute bewegt. Ein Kriterium ist auch, ob man mit einem Wechsel einen signifikanten Karriereschritt, zum Beispiel in Richtung Personalführung geht. Ist das der Fall, ist also ein Wechsel mit deutlich mehr Verantwortung für Personal und Budget verbunden, kann man - je nach Position – über eine deutliche Gehaltssteigerung (manchmal sogar bis etwa 20 Prozent) verhandeln. Bei einem Wechsel in eine sehr ähnliche Position, einem so genannten Sidestep innerhalb einer Branche, kann man schon versuchen, über fünf bis zehn Prozent Gehaltsplus zu verhandeln. Ein Jobwechsel in eine ganz andere Branche oder in einen ganz anderen Beruf (zum Beispiel vom Innendienst in den Außendienst), kann durchaus auch bedeuten, dass man gehaltlich mal Abstriche machen muss, denn der neue Arbeitgeber muss ja erst mal investieren, bis man umfassend in der neuen Rolle eingearbeitet ist und kann meistens nicht von Erfahrungen, Know-how und Netzwerken profitieren. Das aktuelle Karrierelevel spielt auch eine große Rolle betreffend möglicher Gehaltssprünge, denn grundsätzlich lässt sich sagen, dass nach oben hin die Luft dünner wird.

Junge Potenzialträger können zu Beginn Ihrer Karriere mit größeren Gehaltssteigerungen rechnen, als gestandene Manager, die z.B. heute bereits auf einem Gehaltslevel ab 100 000 Euro jährlich liegen. Diese wechseln aber meistens auch eher aus anderen, als den finanziellen Gründen. Oft sind eher z.B. die Abwertung der Funktion innerhalb der Unternehmensstruktur oder strukturelle Veränderungen im Unternehmen ausschlaggebender als das Gehalt um sich mit einem Wechsel zu beschäftigen. Junge, gut ausgebildete Ingenieure, die dringend gesucht werden und die auf dem Arbeitsmarkt regelrecht umkämpft sind, können beispielsweise bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes schon eine Gehaltssteigerung bis zu 15 000 Euro herausholen.

Natürlich ist es für einen Gehaltssprung wichtig, in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis zu sein. Man ist in einer völlig anderen Verhandlungsposition einem neuen Arbeitgeber gegenüber, wenn man nicht zwingend wechseln muss, sondern einfach locker den Markt sondiert. Wer sich dagegen aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbt, ist in der Position, wieder eine Anstellung finden zu müssen und muss oft mal Abstriche machen. Idealerweise verhandelt man dann eine Option auf Gehaltserhöhung nach der Probezeit – dann hatte man die Chance, sich fundiert einzuarbeiten, sich im Unternehmen zu beweisen und ist wieder in einer deutlich besseren Verhandlungsposition.

Alles in allem lässt sich eine Gehaltssteigerung nicht pauschal vorhersagen. Es spielen viel zu viele, auch weiche Faktoren eine Rolle, wie z.B. auch die Sympathie im ersten Kennenlern-Gespräch u.v.m. Auch wenn das Thema Gehalt zwar wichtig ist, sollte es aber nicht die wichtigste Rolle für einen Wechsel spielen, denn Unternehmen wissen selbst, dass die erfolgreiche Rekrutierung und die langfristige Bindung von Mitarbeitern von viel mehr Faktoren abhängt, als einer kontinuierlichen Gehaltsverbesserung. In jedem Unternehmen gibt es Gehaltsgrenzen und die Balance innerhalb der Hierarchieebenen muss bestehen bleiben. Gehälter „aufzublasen“ , so dass diese nicht mehr ins Gesamtgefüge passen, ist nicht Sinn der Sache. Eine gründliche Recherche ist deshalb ein absolutes Muss. Informieren Sie sich vorab ausführlich über den künftigen Arbeitgeber, Ihr neues Tätigkeitsprofil, die Branche und mögliche Gehaltsspannen. 

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Über den Autor

Christina Goller

Christina Goller ist Beraterin bei Dr. Weick Executive Search GmbH und setzt sich gerne mit aktuellen Themen rund um HR, Recruiting & Karriereplanung auseinander.